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Weihnachtsdorf
Weihnachten ist in der Basilika von Tongres ausdrücklich präsent. Festliche Weihnachtsbeleuchtung. Riesige Weihnachtsbäume. Viel Grün. Und ein Weihnachtsdorf mit sieben verschiedenen Szenen. Jedes Wochenende wird die Szenerie der jeweiligen Jahreszeit angepasst. Von der Verkündigung bis zum Besuch der Heiligen Drei Könige. Am Abend der Eröffnung des Weihnachtsdorfes, kurz vor Beginn der Adventszeit, sitzen die Krippenfreunde traditionell bei einem Getränk zusammen und besprechen den Aufbau für das nächste Jahr. Jedes Jahr wird ein anderes Thema aufgegriffen, dieses Jahr wurden Pfahlhäuser und Wasserspiele gewählt. Der Aufbau des Weihnachtsdorfes wird jedes Jahr mit dem Geld bezahlt, das die vielen Besucher in die Teiche und den Wunschbrunnen werfen.
Mehr als zwanzigtausend Besucher kommen jedes Jahr in das Weihnachtsdorf. Auf der Weihnachtswiese gibt es gemütliche Sitzplätze für Kinder. Viele Schulklassen kommen gerne und hören sich schöne Weihnachtsgeschichten an. Gruppen kommen, um an der Krippe zu singen. Ein Höhepunkt ist immer die Vigil. Eine Grundschulklasse aus Tongeren kommt an diesem Abend, um in und um die Krippe zu wachen und zu schlafen. Sie essen gemeinsam zu Abend, hören und singen, sehen sich einen Weihnachtsfilm an, versuchen zu schlafen und bekommen am Morgen ein schönes Frühstück.
Der große Moment ist die Verteilung des Friedenslichts, das die Freunde in der zentralen Verteilerstelle in Eupen gesammelt haben. In einer Fackelprozession wird das Friedenslicht in die Basilika gebracht, von wo aus es in der ganzen Diözese Hasselt verteilt wird. Die vollbesetzte Kirche betet für den Frieden, lauscht besinnlichen Worten und dem stilvollen Auftritt von Chor und Orchester.
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Unsere Liebe Frau der Geburt
Nach der Zerstörung der romanischen Kirche wurde 1240 eine neue gotische Kirche errichtet, eine dreischiffige kreuzförmige Basilika mit einem erweiterten Chor für die zahlreichen Domherren und Geistlichen. Der romanische Kreuzgang des Kapitels (12. Jahrhundert) blieb erhalten.
Am 20. Februar 1931 erhob Papst Pius XI. die Kirche zur Basilika, mit Unserer Lieben Frau, Ursache unserer Freude, als Schutzpatronin. Die wundertätige Statue (1479) wurde im Jahr 1890 auf Wunsch des Papstes gekrönt. Seitdem ist das alle sieben Jahre stattfindende Krönungsfest mit mehr als 3.000 Teilnehmern die größte Prozession in unserem Land.
Der Hauptaltar trägt ein Antwerpener Retabel mit 160 Figuren, die das Leben der Muttergottes erzählen (um 1500). Die historischen Glasfenster rund um den Altar stammen aus dem Jahr 1548. Das Chorgestühl aus Eichenholz, sechs Beichtstühle und die Kanzel stammen aus dem 17. und 18. Das imposante Chorpult in Form eines Adlers und der Osterleuchter, beide von John Joses aus Dinant, sind aus Messing (1372). Unter den zahlreichen Statuen aus polychromem Holz sind unter anderem Christus am Kreuz (Ottoons 10. Jh.), eine Pieta (ca. 1380) und ein Christus auf dem kalten Stein (1530) zu sehen. Das Wandgemälde an der vierten nördlichen Säule zeigt den heiligen Petrus (frühes 15. Jahrhundert), dieses in der letzten südlichen Seitenkapelle den heiligen Ägidius (um 1525). Der ehemalige Chorschirm aus Messing befindet sich heute unter dem Lettner. Die monumentale Le Picard-Orgel (1750) und die Chororgel (mit einem Kern aus dem 16. und 17. Jahrhundert) zeugen vom reichen musikalischen Leben der Basilika.
Das Gelände der Basilika gehört zu den bedeutendsten kirchlichen Stätten in unserem Land. Neben der Basilika selbst beherbergt sie das Teseum als touristischen Zugang zur reichsten Schatzkammer vor Ort, den imposanten romanischen Kreuzgang, eine unterirdische archäologische Ausgrabungsstätte (2500 m²) mit Resten repräsentativer römischer Villen und von 1700 Jahren Kirchenbau sowie den von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannten Glockenturm.
Sowohl die Basilika als auch das Teseum sind mit je zwei grünen Michelin-Sternen ausgezeichnet. Ein Abstecher lohnt sich.
Gebäudeprofil
Std
Offen

