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LAPIS HUMOR
Monique Voz aus Arlon schlägt sechs Künstlern vor, Elemente des Kulturerbes mit einer Prise Humor zu versehen. Jacqueline Renaut (Wallonisch-Brabant) spielt mit dem Paradigma der sozialen Netzwerke im Inneren einer Kirche, das Kollektiv MVVVM (Arlon/Bertrix) präsentiert Daumenkino, das Glasfenster und Reliefs zum Leben erweckt, Francoise Bastin aus Namur bietet eine neue Sichtweise auf die Arbeiten am Glockenturm, Nathalie Mauffroy aus Wallonisch-Brabant präsentiert eine erweiterte Realität, der luxemburgische Fotograf Laurent Henn erfindet eine neue Vision der Kleidung des Heiligen Martin und Monique Voz schlägt vor, die Energie des Blitzes, der auf den Glockenturm einschlägt, zurückzugewinnen.
Event Host Building
Sankt Martin
Die als hervorragendes Kulturerbe Walloniens geschützte Kirche hat beeindruckende Maße. Sie überragt, besonders mit ihrem 97 Meter hohen Turm, die Landschaft um Arlon. Man denkt unwillkürlich an eine mittelalterliche Kathedrale. Dabei ist die Sankt-Martins- Kirche eine Stiftkirche neueren Datums (1907-1914). Es handelt sich um einen der bedeutsamsten neugotischen Bauten des Landes. Anfang des 19. Jh. errichtet und dem Wunsch der beiden ersten Könige Belgiens, Leopolds I und II entsprechend, die neue Hauptstadt der Provinz Luxemburg mit einem religiösen Monumentalbau auszustatten, der nach Belgien einreisende Fremde beeindrucken würde.
Die Kirche ist ein regelrechter mittelalterlicher Nachbau, der den Originalen in nichts nachsteht. Wie in gotischen Kathedralen hat man das breite Mittelschiff, monumentale Pforten, und an den Gesimsen angeklammerte Grimassen schneidende Vögel und Monster.
Im Innern fallen die Glasfenster auf und besonders die große Fensterrose in der Chorapsis, die Predigtkanzel in neoromanischem Stil, das Chorgestühl und die große Orgel.
Gebäudeprofil
Std
Offen
