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Spätgotische Hallenkirche
Die St.-Bertinus-Kirche ist eine spätgotische Hallenkirche – Seitenschiffe und Mittelschiff sind gleich hoch und aus gelbem Backstein erbaut: Backsteingotik der Küstenregion, um 1450 als Ersatz für eine romanische Kirche errichtet, die 1419 durch einen Brand zerstört worden war. Sie ist die Hauptkirche von Poperinge, benannt nach dem Heiligen Bertinus (Berten), der im 7. Jahrhundert Abt im nahegelegenen Saint-Omer (Nordfrankreich) war. Der Turmkörper mit seinen massiven Mauern lässt vermuten, dass die Baumeister vorhatten, eine imposante Turmspitze darauf zu setzen. Es entstand jedoch eine bizarre Laternenform, die entworfen wurde, um den Klängen des Glockenspiels voll zur Geltung zu kommen. Seit 1981 hängt dort ein Glockenspiel mit 47 Glocken. Die Kirche besitzt moderne Buntglasfenster (1980), eine monumentale barocke Kanzel, die von drei Heiligen des Predigerordens getragen wird, sowie einen ebenso prächtigen, aus Eichenholz geschnitzten Beichtstuhl (alles aus dem 17. Jahrhundert). Die Empore weist auf die Spätrenaissance hin. In der Balustrade ist eine Reihe von Aposteln mit Jesus in der Mitte dargestellt. Siehe auch die Sammlung bemerkenswerter Gemälde. www.sint-bertinuskerk.be
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Sankt Bertinus
Die Stiftskirche Sankt-Bertinus, die wichtigste in Poperinge, ist ein Beispiel für eine flämische „hallekerke“ (gebaut nach Art einer Halle), bei der die drei Schiffe gleich hoch und breit sind. Sie ist nach dem Brand von 1419 wieder aufgebaut worden und hat ihren Namen von Sankt Bertinus, der im 7. Jh. Pfarrer in Saint-Omer war.
Der untere Teil des alten vorgotischen Turms stützte wahrscheinlich einen anderen, der dem von Notre-Dame ähnelte. Der Laternen-Turm stammt aus dem 18. Jh.
Beim Betrachten der Fassade fällt auf, dass die Nischen leer sind, denn die Statuen wurden um 1566 von Bilderstürmern zerstört. Nach dieser verhängnisvollen Zeit wurde die Kirche aber wieder verschönt u. a. im 17. Jh. mit einem herrlichen, mit Jesus und den Aposteln geschmückten Lettner, und im 18. Jh. mit reich dekorierten, barocken Beichtstühlen und einer monumentalen Predigtkanzel, die von drei Heiligen des Predigerordens getragen werden.
Über dem Altar hängt ein Gemälde von Desremaux (18. Jh.); der Tabernakel aus Kupfer und Silber ist ein Werk von P. und H. Boeys aus dem gleichen Jahrhundert.
Gebäudeprofil
Std
Offen


