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Sint-Martinus
Etudiants en peinture de l'Académie des Arts de Poperinge au travail.
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Sint-Martinus
Die Sankt-Martins-Kirche bildet das Herz von Westvleteren, einem Dorf der Gemeinde Vleteren. Die Pfarrei entstand 1076, zusammen mit jener von Oostvleteren, und 1197 fiel das Patronatsrecht an die Abtei Watten. Von der ursprünglichen romanischen Kirche aus Eisensandstein sind noch Teile in der späteren spätgotischen Konstruktion erhalten.
Es ist eine dreischiffige Hallenkirche mit Querschiff und Vierungsturm, errichtet aus gelbem Backstein, in dem roter Backstein ein dekoratives Maurerzeichen bildet. Der quadratische Turm trägt eine hohe Nadelspitze. In der ersten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts wurde die Kirche teilweise wiederaufgebaut.
Das Innere bewahrt einen reichen, jahrhundertealten Kunstschatz: eine gemalte Tafel aus der Zeit um 1700 mit der Begegnung von Jesus und Veronika sowie die Bischofsweihe des heiligen Martin aus der zweiten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts. Hinzu kommen eine Alabasterfigur des heiligen Rochus um 1650, Portikusaltäre aus dem späten sechzehnten Jahrhundert und von 1634, Beichtstühle des achtzehnten Jahrhunderts, eine Kanzel und eine Kommunionbank mit zweiundzwanzig geschnitzten Tafeln. Die Kirche ist im Inventar des Baukulturerbes verzeichnet.