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Sint-Maarten-Sint-Niklaas
Bezoek het triforium met een bijzondere blik op het roosvenster 'Te Deum', vervaardigd door mevr. W. Geddes en in 1938 door koning Leopold III onthuld. Het brandglasraam in felle kleuren (rood, geel, blauw, groen) was een geschenk van de Britse troepen aan koning Albert I.
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Sint-Maarten-Sint-Niklaas
Die Kirche hat ihren Ursprung in der Burgkapelle der gräflichen Residenz. Mit dieser Kirche war seit 1050 eine Stiftung von Weltkanonikern verbunden, die 1102 vom Bischof von Thérouanne organisiert wurde, während die Kirche zur Hauptkirche von Ypern wurde.
Die Kanoniker übernahmen die geistliche Begleitung der Yperner und lebten nach der Regel des heiligen Augustinus. Das Oberhaupt der Kanoniker war ein Propst. Da die Propstei dank Schenkungen aus geistlichen wie weltlichen Kreisen einen beträchtlichen Aufschwung erlebte, konnte man im 13. Jahrhundert mit dem Bau einer neuen Kirche beginnen.
1221 fügte man einen Teil des Chors aus Arraser Sandstein hinzu. Der neue Chor wurde 1251 geweiht. Danach begann man mit dem Bau des Langhauses und des Querschiffs.
Nachdem der Turm im 15. Jahrhundert eingestürzt war, begann man mit der Errichtung eines neuen Turms.
Nach der Französischen Revolution wurde die Sankt-Martins-Kathedrale 1797 beschlagnahmt, aber zwei Jahre später von einem Brügger Bürger zurückgekauft, der beim Abriss des Gebäudes und dem Verkauf der Baumaterialien Geschäfte machen wollte. Ein Yperner Kirchmeister kaufte die Kirche 1800 zurück.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebte die Kathedrale mehrere Restaurierungsphasen. Ab 1907 begann unter der Leitung des Architekten Jules Coomans eine systematische Restaurierung des Äußeren. Seine Baupläne erwiesen sich nach 1918 als äußerst nützlich.
1914 stand der Turm noch im Gerüst, als der Erste Weltkrieg die fast vollständige Zerstörung der Kirche verursachte. Zahlreiche religiöse Kunstwerke (Altäre, Chorgestühl, Kanzel) gingen unwiederbringlich verloren.
Dank der unerschrockenen Bemühungen zahlreicher Freiwilliger unter der Leitung von Abbé Camiel Delaere konnten viele Gegenstände in den Kirchen und Sakristeien gerettet werden.
Die Beseitigung der Trümmer begann 1921. Am 11. November 1922 wurde der Grundstein einer neuen Kathedrale gelegt. Der Architekt Jules Coomans führte den Wiederaufbau aus und ließ den Turm mit einer Spitze krönen.
Die wiederaufgebaute Kirche wurde am 15. Juli 1930 geweiht. Zu Ostern 1931 wurden fünf Glocken gesegnet und im Turm untergebracht. Sie heißen: Martinus, Maria, Andreas, Jan van Waasten, Margareta van Ieper.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Kathedrale nur wenig beschädigt.
Aus welcher Richtung man sich Ypern auch nähert, die Sankt-Martins-Kathedrale und ihr schlanker Turm überragen den Horizont und den Blick auf die Stadt. Es ist ein harmonisches Zusammenspiel gotischer Kurven und Spitzbögen, gen Himmel gerichtet.
Die Sankt-Martins-Kathedrale ist neben den Tuchhallen und der Stadtbefestigung eines der imposantesten Denkmäler von Ypern.
In der Kirche befinden sich einige besonders bedeutende Objekte, so das Grab des Bischofs Jansenius, eine Platte mit der Jahreszahl 1638 (Todesjahr des Jansenius), das Grab des Grafen Robert de Béthune, des „Löwen von Flandern“, sowie der Seitenaltar mit Retabel und der wundertätigen Statue „Notre-Dame-van-Thuyne“.
Die Kirche besitzt zwei Orgeln: eine Orgel von Jules Anneessens aus dem Jahr 1931 und eine Orgel von „Loncke Orgelbouw“, 1985 für die Sankt-Nikolaus-Kirche gebaut, seit 2009 aber im Saal der Propstei der Kathedrale wieder aufgestellt.
Das Lapidarmuseum neben der Kathedrale bewahrt Überreste der Propstei von Sankt Martin.


