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Sint-Martinus
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Sint-Martinus
Am Markt von Herk-de-Stad steht die Martinskirche, seit Jahrhunderten die Pfarrkirche der Stadt. Die Pfarrei wurde erstmals 1157 erwähnt, als Papst Hadrian IV. das Zehntrecht dem Liebfrauenkapitel zu Maastricht übertrug.
Der Bau trägt die Spuren einer langen Geschichte. Seine ältesten Teile, allen voran der Chor, reichen wohl bis ins sechzehnte Jahrhundert zurück. Nach einem Brand im Jahr 1679 wurden die Seitenschiffe 1769-1770 im klassizistischen Stil erneuert; von 1846 bis 1852 wichen das romanische Mittelschiff, der gotische Turm und die Seitenschiffe einem neugotischen Langhaus und Turm. Die Nordkapelle und der nördliche Querarm blieben erhalten. Schwer beschädigt durch die Kämpfe von 1940, wurde die Kirche wiederhergestellt und 1983 als Denkmal geschützt.
Im Inneren bewahrt der nördliche Querarm ein Tonnengewölbe mit Rocaille-Stuck. Zu den Kostbarkeiten zählen ein polychromer Ecce Homo aus Eiche aus der zweiten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts, einst ein Wallfahrtsbild, ein barocker Marienaltar des siebzehnten Jahrhunderts und zwei eichene Beichtstühle im Louis-quinze-Stil von 1767.
