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Saint-Sébastien
Sonntag, 5. Juni 2011
13.00 - 17.00 Offene Kirche
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Event Host Building
Saint-Sébastien
Diese Gotik-Renaissance-Kirche ist von einem ummauerten Friedhof und schönen Bäumen umgeben. Sie wurde 1616 eingeweiht, nimmt im Dorfzentrum einen wichtigen Platz ein und ist abends geschmackvoll beleuchtet. Der Bau besteht aus Sand- und Kalkstein.
Zuerst fällt der imposante dicke, viereckige Turm ins Auge, den eine 45 Meter hohe Turmspitze überragt.
Das Innere ist elegant, hell und klar. Man wird sofort vom himmelblauen Tonnengewölbe beeindruckt, auf dem die Jungfrau, der Heilige Geist und die vier Evangelisten dargestellt sind.
Von Interesse ist das Mobiliar, insbesondere die zwei den Altar umrahmenden Holzskulpturen, die den Schutzheiligen der Gemeinde, Sankt Sebastian, darstellen, der auch noch über einem Seitenaltar als Gemälde erscheint. Bemerkenswert auch die große Orgel, die Predigtkanzel (17. Jh.), die Beichtstühle (18.Jh.) und das Weihwasserbecken aus Marmor.
Ein kleines amüsantes Detail kann man auf dem 5. äußeren Giebel, neben der Eingangstür sehen. Dort befindet sich ein auf 1652 datierter Stein mit der Inschrift: „Male dicent, bene fiat“, was soviel heißt wie: „Auch wenn sie darüber schlecht sprechen, Hauptsache ist, dass die Dinge gut gemacht sind“. Es scheint, dass damit auf bestimmte mürrische Dorfbewohner abgezielt wurde, die sich damals darüber beschwerten, dass Land verkauft wurde, um die Kirche zu verschönern…



